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Linenzucht / Outcross

Infos
Was bedeutet Zucht?

In der Zucht gibt es zwei Möglichkeiten, das Outcrossing und die Linienzucht. Nachdem ich mich in den ersten Jahren der Zucht ausschließlich des Outcrossings bedient habe, bin ich nun vorsichtig für mich neue Wege in der Zucht gegangen, um mein Zuchtziel zu erreichen und meine Linien zu festigen. Ich bin sehr stolz auf das was ich in den letzten Jahren vorweisen kann, auch wenn ich momentan aus zeitlichen Gründen keine Ausstellung besuchen kann. Die Linienzucht hat mir die bisher typvollsten Tiere gebracht. Wer sich dafür interessiert, erhält hier die wichtigsten Informationen.
      
Outcrossing bezeichnet die Verpaarung fremder, nicht verwandter Tiere. Natürlich hat man keinen Inzuchtkoeffizienten und verstärkt somit nicht die Inzucht, aber der Vorteil, die Abschätzung ob eine Verpaarung der Verbesserung der Rasse dient bleibt ebenfalls aus.

Dieser Mix von nicht gefestigten Linien, kann genetisch,  verdeckt, alles Mögliche tragen und überraschend können Gendefekte die von beiden Seiten der Elterntiere genetisch getragen werden plötzlich auftreten. Die Würfe sind sehr verschieden im Typ, in der Größe und auch verschieden  im Wesen, da ist nichts Homogenes vohanden. Man kann Glück haben und die Gene harmonieren miteinander, aber auch das Gegenteil kann der Fall sein, eine züchterische „Wundertüte“.
      
Unter Linienzucht versteht man die  Verpaarung von Katzen mit gleichen Verwandten. Dadurch können Allerdings verstärkt man auch negative Eigenschaften, wenn man nicht vernünftig selektiert. Zur Linienzucht gehört ein gutes Wissen über die Blutlinien und die Vorfahren im Stammbaum der Katzen.
Die Inzucht oder Linienzucht wird meist nur von Zuchtanfängern negativ zerreredet, die in der Zucht noch keinerlei praktische Erfahrungungen und Wissen besitzen und somit  über keine Linienkenntnisse verfügen.
      
Vorteile einer Linienzucht
      
Überlegte und gut durchdachte Linienzucht mit einem dosierten Maß an Inzucht ist  von Nötigkeit, um seine Zucht zu entwickeln  und sich einen gewünschten Typ, Größe,  Charakter, sowie sonstige Qualitäten der eigenen Nachzucht durchzusetzen und  zu verbessern. Der Geno- sowie der Phänotyp muss stimmen.
      
Es  heißt die Blutlinie besonderer und natürlich absolut gesunder Vorfahren zu  konzentrieren.
      
Linienzucht ist nicht gegeben, um  Defekte aufzudecken, sondern um etwas zu festigen. Man setzt keine Linienzucht oder gar Rückverpaarungen ein, bei Verdacht  auf Defekte in der Linie.
      
Erforderlich ist langjähriges züchterisches Wissen vom Linienhintergrund der eigenen Zuchttiere  bis hin zu vielen Generationen, die schon hinten aus dem sichtbaren Stammbaum hinausfallen.         
Nicht jede Verpaarung ist erfogreich. Auch wenn es noch so schöne Tiere aus erfolgreichen Showtieren vorhanden sind, kann das Ergebnis unbefriedigend  sein. Manchmal führt ein Wagnis, das man eingeht, zu sehr guten Ergebnissen, welches  mit einer Outcrossverpaarung niemals zu erreichen wäre.
      
Es bleibt  zu berücksichtigen, das bestimmte Anlagen und Merkmale (Positive & Negative) ,oftmals eine Generation überspringen, so das die Gene der Großeltern einen besonderen Stellenwert haben und der Züchter lernt, ob sie vererbungssicher  und frei von Mängeln über Generationen sind. Dazu gehört nunmal absolute Linienkenntnis der eigenen Tiere.
      
Hat man als Züchter sich eine saubere Linie über Generationen herrausgezüchtet kann man mit einem Outcrosskater versuchen bestimmte  Merkmale fremder Linien einzukreuzen und evtl. zu verbessern.           
VERBESSERN ???
      
Dadurch kann man  auch das bereits erreichte Ziel  ruinieren, denn man geht somit aus seiner Linie zu 50% hinaus, um mit einer anderen Linie zu verpaaren. Das kann  einen guten Erfolg bringen. Klappt es, bedeutet es wieder in seine eigenen Linien zurückzugehen. Mehrere Outcross in Folge, ist das Aus(s) einer Linienzucht, denn es entstehen Tiere mit sehr heterogenen Erbgut, welches eben aus verrschiedenen Vorfahren stammt. Von solchen Verpaarungen sind die Erwartungen an gute Zuchtergebnisse und gute rassetypische Merkmale reine Spekulation.
      
Um seine Zuchtziele zu verwirklichen gehört eine gut geplante Linienzucht, mit Herz und Vertsand, sowie  eine gnadenlose Selektion ohne Kompromisse und der Respekt vor dem Leben.
      
Einmal kleine Kätzchen aufziehen, weil sie doch so niedlich sind, die Familie möchte dieses Ereignis nur einmal erleben, kleine Katzen aufzuziehen oder das Wunder einer Geburt, sind keine Ziele einer Zucht.
      
Gesundheitlich stabile, menschenbezogene und  wesensfeste Kitten anzubieten, sollte für jeden seriösen Züchter eine Selbstverständlichkeit sein, es ist eine Basis /Voraussetzung, aber kein ZUCHTZIEL.
          
Zuchtziel bedeutet, über  Generationen genetisch einwandfreien Nachwuchs herauszumendeln,  seinen eigenen  Typ zu züchten, den man selbst über Generationen wiedererkennt, ein Typ, bei dem man selber stolz sagen kann, "das ist ein einmaliges Geschöpf unser Zucht. Der Erfolg des Züchtens ist konsequente Selektion der Zuchttiere, keine Konzessionen  in der Gesundheit des Zuchtstammes.
        
Pure Leidenschaft, ständiges Streben nach Perfektion, doch VORSICHT , es kann sehr schnell zur Sucht werden. Züchten bedeutet, Verpaarungen die interessant sind auszuprobieren wenn  die Erwartungen nicht erfüllt werden, sofort Konsequenzen ziehen.
        
Züchten bedeutet, als Züchter im Inneren immer ein wenig unzufrieden und kritisch zu sein, denn Zufriedenheit ist Stillstand. Stets eine Verbesserung ansteuern,  niemals stehen bleiben.
      
Als Züchter lernt man etwas, was auch sonst recht hilfreich im Leben ist
           - das Loslassen, jedoch nicht für Sensibelchen zu empfehlen ...
      
Züchter wachsen mit den Aufgaben und zum Glück überwiegt die Freude an diesem Hobby.
      
Neider haben daher in unserem Leben keinen Platz.
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